
3.11.08
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Uwe Steimle, jahrelang Ermittler bei
»Polizeiruf 110«, wird im Zusammenhang
mit dem Umbau der Krimireihe auf Kommissar-Altenteil
geschickt. Er spricht von "Berufverbot".
Der NDR verlegt nach 15 Jahren seinen »Polizeiruf
110« von Schwerin nach Rostock und
tauscht dabei auch das Ermittlerduo aus.
Der Schauspieler Uwe Steimle setzt sich
zur Wehr gegen das Ende seiner Rolle. Gegenüber
der "Bild am Sonntag" äußert
er die Vermutung, dass die Verantwortlichen
beim NDR andere Gründe haben, sich
von ihm und auch seinen Kollegen Felix Eitner
zu trennen, als eine betriebsbedingte Kündigung
im Zuge einer Neuausrichtung der Reihe.
ARD-Programmdirektor Volker Herres "passt
meine politische Haltung nicht", lässt
Steimle verlauten. Das Wort "Berufverbot"
nennt er dabei. Steimle unterstützt
seinen Schauspieler-Kollegen Peter Sodann,
der im kommenden Jahr zur Wahl des Bundespräsidenten
für "die Linke" antritt.
Zudem habe er immer wieder Kritik am Format
und am NDR geübt. Einen Gespräch
mit Herres habe er eine Jahr lang gesucht,
aber nie einen Termin erhalten.
"Die Unterstellung von Herrn Steimle,
der NDR erteile ihm Berufsverbot, ist Unsinn",
kontert Thomas Schreiber, Leiter des NDR-Programmbereichs
Fiktion und Unterhaltung. "Schließlich
haben wir ihm bei anderen Projekten eine
weitere Zusammenarbeit angeboten. Die Erwartung
eines Schauspielers, eine Beschäftigung
als Polizeiruf-Kommissar sei - wie im wirklichen
Leben - eine Anstellung auf Lebenszeit,
die kann der Polizeiruf und kann der NDR
allerdings nicht erfüllen." Volker
Herres, der am Wochenende neuer ARD-Programmdirektor
wurde fügt hinzu: "Rollen enden,
das ist normal, große Schaupieler
bleiben. Und Uwe Steimle ist ein bemerkenswerter
Darsteller, dessen Begabungen ich sehr zu
schätzen weiß."
2009 werden Steimle und Eitner zunächst
noch in voraussichtlich zwei Episoden ermitteln,
das neue - noch unbekannte Duo tritt seinen
Dienst im darauffolgenden Jahr an.